Rettung
· 83451 Piding, Deutschland
·
· 1 Min
Erst Reifenpanne und -Wechsel, dann 30 Kilometer später brennt der LKW am selben Rad - Feuerwehr muss löschen
BAYERN: Riesen Pech gehabt oder doch rollender Schrotthaufen? Auf das, was einem Fahrerteam eines Nord-Mazedonischen LKW Autotransporter auf der BAB8 München Salzburg passiert ist, trifft wohl beides zu.
Zunächst war die Autobahnpolizei gegen 19.00 Uhr auf die BAB8 Ausfahrt Siegsdorf gerufen worden, weil dort ein Autotransporter mit Reifenpanne liegen geblieben war. Dem LKW war der rechte hintere Reifen seines Gespannes geplatzt und Trümmer dieses Reifen lagen auf der Fahrbahn. Die Autobahnpolizei sicherte den Pannen LKW ab und dieser wechselte den kaputten Reifen.
Anschließend setzte der LKW seien Fahrt Richtung Süden fort.
Nichts ahnend fuhren die Autobahnpolizisten auf Streifenfahrt Richtung Norden als gegen 21.30 Uhr erneut ein Notruf sie alarmierte. In der Autobahnhausfahrt Piding stehe ein LKW Autotransporter, der brennen würde. Sofort setzte die Streife ihre Alarmfahrt in Richtung Süden fort.
Zusätzlich wurden die Feuerwehren Anger und Piding alarmiert, mit dem Stichwort "LKW brennt bei Autobahntankstelle".
Beim Eintreffen an der Autobahn-Ausfahrt stand wiederum dieser Nord-Mazedonische LKW und just jener Hinterreifen, den er erst gerade gewechselt hatte, rauchte extrem. Die beiden LKW Lenker hatten die Flammen am Reifen, die schon auf das erste Auto übergegriffen hatten, mit eigenen Handfeuerlöschern bekämpft.
Die Feuerwehr musste Nachlöscharbeiten durchführen und konnte mit der Wärmebildkamera feststellen, dass die gesamte Achse noch mehr als 200 Grad heiß war. Auch die Reifen auf der linken Seite hatten eine extreme Hitze und mussten von der Feuerwehr gekühlt werden. Die rund 45 Einsatzkräfte mussten die Autobahnausfahrt total sperren.
Nach Abschluss der Löscharbeiten konnte der LKW rund 150 Meter weiter in einen freien Stellplatz fahren, wo er abgestellt wurde.
Das entladene beschädigte Auto musste von den LKW-Lenkern und den Einsatzkräften per Hand zum LKW geschoben werden.
Am LKW und am PKW entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro.
Der LKW hatte Gebrauchtfahrzeug für den osteuropäischen Raum geladen.