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Rettung · Blaubeuren, Deutschland · · 3 Min

Großbrand bei Christlichem Tagungszentrum: Weithin sichtbare Rauchsäule über der Schwäbischen Alb - Rund 150 Einsatzkräfte vor Ort

Flammen zerstören Wohnhaus und Stall von Christlichem Tagungszentrum - Fünf Verletzte - Großeinsatz - Pferde gerettet

Enorme Hitze und Explosionen zwingt Feuerwehr zum Rückzug - Löscharbeiten über zwei Drehleitern – Landwirte bringen Löschwasser mit Fässern - THW mit schwerem Gerät im Einsatz - 800 000 EUR Schaden

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BLAUBEUREN: Großbrand auf landwirtschaftlichem Anwesen - Flammen greifen auf Wohnhaus über - Fünf Verletzte, mindestens 800.000 Euro Schaden

Ein Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen bei den Hessenhöfen oberhalb von Blaubeuren hat am Freitagnachmittag einen Großeinsatz ausgelöst. Ein Stall brannte vollständig aus, die Flammen griffen zudem auf das unmittelbar angrenzende Wohnhaus über. Rund 150 Einsatzkräfte waren mit etwa 35 Fahrzeugen vor Ort. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Nacht.

Gegen 15.55 Uhr brach das Feuer nach Angaben der Polizei in einem Stall aus, in dem sowohl Fahrzeuge als auch Pferde untergebracht waren. Die Ursache ist bislang ungeklärt. Das Feuer breitete sich innerhalb kurzer Zeit auf das gesamte Stallgebäude aus.

Bereits auf dem Weg zu den Feuerwehrhäusern konnten die Einsatzkräfte eine massive Rauchwolke erkennen. „Da war klar, dass es sich tatsächlich um einen Großbrand handelt“, berichtet Feuerwehrsprecher Oliver Burget. Beim Eintreffen stand das landwirtschaftliche Gebäude bereits in Vollbrand.

Die Feuerwehr konzentrierte sich zunächst darauf, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dennoch erreichten die Flammen den Dachstuhl des angrenzenden Wohngebäudes. Ein Übergreifen auf weitere Gebäude konnte verhindert werden.

Nach Informationen von der Einsatzstelle befand sich im beziehungsweise am Stall auch ein Bereich, in dem an Fahrzeugen gearbeitet wurde. Vor Ort gab es Hinweise darauf, dass der Brand möglicherweise im Zusammenhang mit Arbeiten an einem Fahrzeug entstanden sein könnte. Offiziell bestätigt ist dies bislang nicht. Die Polizei macht zur Ursache ausdrücklich noch keine Angaben. Die Ermittlungen führt das Polizeirevier Ehingen.

Eine erhebliche Gefahr stellten Gasflaschen und Gasbehälter dar. Während des Brandes kam es immer wieder zu Explosionen. „Immer wieder mussten sich die Einsatzkräfte auch kurz zurückziehen, weil Gasflaschen explodiert sind“, schildert Burget.

Wegen der massiven Brandausbreitung war zunächst nur ein Löschangriff von außen möglich. Später gingen Feuerwehrkräfte unter großer Vorsicht auch in das betroffene Wohngebäude vor.

Eine weitere Herausforderung war die Löschwasserversorgung an dem abgelegenen Anwesen. Die vorhandenen Löschwasserstellen waren für einen Brand dieser Größenordnung nur begrenzt ausreichend. Unter anderem unterstützte die Berufsfeuerwehr Ulm mit einem großen Tankfahrzeug. Weitere Einheiten aus dem Alb-Donau-Kreis stellten die Wasserversorgung über lange Wegstrecken sicher.

Im weiteren Verlauf stürzte das Dach des landwirtschaftlichen Gebäudes ein und begrub brennende Stroh- und Heuballen unter sich. Das THW sowie ein privates Unternehmen kamen deshalb mit Baggern zum Einsatz. Die Maschinen hoben Dachelemente ab und zogen das Brandgut auseinander, damit die Feuerwehr verbliebene Glutnester gezielt ablöschen konnte.

Die im Stall untergebrachten Pferde konnten nach Angaben der Polizei von den Besitzern noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Tiere wurden nach Angaben der Feuerwehr nicht verletzt.

Unterschiedliche Angaben gibt es zur Zahl der Verletzten. Die Polizei berichtet von einem 28 Jahre alten Mann, der kurz nach Ausbruch des Feuers ein Fahrzeug aus dem Stall retten wollte. Dabei verletzte er sich leicht am Arm und wurde in eine Klinik gebracht. Weitere Personenschäden verzeichnet die Polizei nicht. Feuerwehrsprecher Burget sprach am Abend dagegen von insgesamt fünf Verletzten. Demnach erlitt unter anderem ein Feuerwehrmann aufgrund der Hitze einen leichten Kreislaufzusammenbruch; außerdem seien drei zivile Helfer leicht verletzt worden.

Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr rund 150 Einsatzkräfte mit etwa 35 Fahrzeugen vor Ort. Beteiligt waren Feuerwehr, THW, Rettungsdienst und Polizei sowie Einheiten aus mehreren umliegenden Gemeinden. Für die Arbeiten während der Dunkelheit baute das THW eine umfangreiche Beleuchtung auf.

Der Sachschaden wird von der Polizei nach einer ersten Schätzung auf mindestens 800.000 Euro beziffert. Die genaue Brandursache ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen dauern an.

Die Hessenhöfe liegen oberhalb von Blaubeuren auf der Schwäbischen Alb. Die Siedlung ist heute unter anderem durch die dort ansässige christliche Gemeinde DCG Hessenhöfe und das Tagungszentrum Blaubeuren bekannt.

Audio

- O-Ton Feuerwehr, Oliver Burget
0:00 5:57

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