Untergrund offenbar instabil
Kehrmaschine in Almstadtstraße im Gehweg abgesackt – Feuerwehr im Einsatz
Erneuter Vorfall binnen weniger Tage – auch in Steglitz war eine Kehrmaschine in einen Hohlraum eingebrochen
Kehrmaschine in Almstadtstraße im Gehweg abgesackt – Feuerwehr im Einsatz
Berlin-Mitte. In der Almstadtstraße ist am heutigen Tag eine Straßenkehrmaschine während Reinigungsarbeiten im Bereich des Gehwegs abgesackt und hat einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Das schwere Kommunalfahrzeug geriet nach ersten Erkenntnissen offenbar in einen beschädigten oder unterspülten Abschnitt des Gehwegs und sank teilweise ein.
Durch das hohe Gewicht der Maschine wurde der Untergrund zusätzlich belastet, wodurch sich die Absenkung weiter verstärkte. Der betroffene Bereich musste umgehend abgesichert werden, um eine Gefährdung für Fußgängerinnen und Fußgänger auszuschließen. Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten an, um das feststeckende Fahrzeug zu bergen.
Mit technischem Gerät und unter sorgfältiger Stabilisierung des Untergrunds gelang es den Kräften schließlich, die Kehrmaschine vorsichtig aus dem abgesackten Bereich zu heben. Während der Bergungsarbeiten kam es zeitweise zu Einschränkungen auf dem Gehweg sowie im angrenzenden Straßenbereich. Der Einsatz dauerte rund eine Stunde. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand.
Brisant: Erst Anfang der Woche hatte es einen ähnlichen Vorfall in Berlin gegeben. Am 24. Februar 2026 war im Ortsteil Steglitz auf der Schloßstraße eine Kleinkehrmaschine auf dem Gehweg in einen unterhalb der Pflasterung verlaufenden Hohlraum eingebrochen. Auch dort blieb es bei Sachschaden. Die Einsatzkräfte sicherten den Bereich weiträumig ab und stabilisierten das Fahrzeug, um ein weiteres Einsinken zu verhindern. Mithilfe eines Baggersaugfahrzeugs der Berliner Stadtreinigung – auch „Rüsseltier“ genannt – wurde die Beladung abgesaugt, um das Eigengewicht zu reduzieren. Anschließend zog der Technische Dienst die Kehrmaschine mit Spezialtechnik aus dem entstandenen Loch. Während der Maßnahmen musste die Schloßstraße in Fahrtrichtung Süd gesperrt werden, betroffen war auch der ober- und unterirdische ÖPNV.
Ob zwischen beiden Vorfällen ein Zusammenhang besteht, ist derzeit unklar. In beiden Fällen werden mögliche Hohlräume oder Schäden im Untergrund als Ursache geprüft. Fachleute sollen die betroffenen Bereiche nun untersuchen und notwendige Reparaturmaßnahmen einleiten.
Die Ereignisse werfen erneut ein Schlaglicht auf den Zustand der innerstädtischen Infrastruktur. Verdeckte Schäden unterhalb von Gehwegen können bei hoher Belastung durch Fahrzeuge plötzlich zum Risiko werden – auch wenn es in beiden Fällen glücklicherweise keine Verletzten gab.