Tankstellenverband geht noch einen Schritt weiter
Spritpreispaket tritt in Kraft - Tankstellen führen zusätzlich Ratenzahlung ein
Treueprogramm: Taschentücher und Lupen für treue Kunden
Spritpreispaket tritt in Kraft - Tankstellen führen zusätzlich Ratenzahlung ein!
Pünktlich zum heutigen Mittwoch ist es so weit: Das neue Spritpreispaket der Bundesregierung tritt in Kraft. Im Schnelldurchlauf hatte es den Gesetzgebungsprozess durchlaufen - am Donnerstag vom Bundestag verabschiedet, am Freitag vom Bundesrat abgesegnet und vom Bundespräsidenten unterschrieben.
Gerade noch rechtzeitig zum Osterreiseverkehr sollen Autofahrerinnen und Autofahrer die neue Preisregel an der Zapfsäule spüren.
Doch das reicht den Tankstellenbetreibern offenbar nicht. Wie der Bundesverband freier Tankstellen heute überraschend mitteilte, wird ergänzend zum Spritpreispaket an allen deutschen Tankstellen eine Ratenzahlung eingeführt:
Wer seinen Tank vollfüllen möchte, kann dies künftig bequem in 12 Monatsraten zu je 14,99 € begleichen - zuzüglich 3,9 % Bearbeitungsgebühr.
„Das Spritpreispaket ist ein guter Anfang", erklärt der Verbandssprecher Günter Benzinger. „Aber seien wir ehrlich: Die Leute standen trotzdem weinend an der Zapfsäule und fragten, ob wir auch Organe als Zahlungsmittel akzeptieren. Da mussten wir nachhelfen."
Zusätzlich wird ein neues Treueprogramm eingeführt: Wer dreimal hintereinander für über 100 € tankt, erhält als Trostpreis ein Taschentuch und eine Busfahrkarte. Besonders sparsame Kunden, die nur für 20 € tanken, bekommen eine Lupe geschenkt - damit sie die Tankanzeige überhaupt noch erkennen können.
Das Bundeswirtschaftsministerium, das sein Spritpreispaket eigentlich als großen Wurf feiern wollte, reagierte irritiert: „Wir haben ein Gesetz in Rekordzeit durch beide Kammern gepeitscht, und jetzt wird es von einer Ratenzahlung überschattet? Das war nicht der Plan." Ein Sprecher betonte, dass die neuen Preisregeln echte Entlastung brächten - im Gegensatz zu gewissen Aprilscherzen.
Das Verkehrsministerium plant unterdessen, an Autobahnen sogenannte „Heulkabinen" aufzustellen, in denen sich Autofahrer nach dem Tankvorgang drei Minuten lang ausweinen dürfen - kostenlos, versteht sich. „Wenigstens irgendetwas muss doch noch gratis sein."