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Rettung · Waghäusel · · 3 Min

Tödlicher Massencrash auf Landstrasse: Die Helden der Nacht im Einsatz - Foto aus Vogelperspektive erklärt die Einzelheiten

Tödlicher Massencrash auf Landstrasse: Die Helden der Nacht im Einsatz - Foto aus Vogelperspektive erklärt die Einzelheiten Tödlicher Massencrash auf Landstrasse: Die Helden der Nacht im Einsatz - Foto aus Vogelperspektive erklärt die Einzelheiten
Am gestrigen Montagabend waren knapp 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im stundenlangen Großeinsatz. Sie kämpften beim Horror-Massencrash in Waghäusel, im Landkreis Karlsruhe, um das Leben der Schwerverletzten PKW-Insassen. Für ein Opfer kam jede Hilfe zu spät. Eine hohe Belastung für die Einsatz- und Rettungskräfte. Anbei erhalten Sie die Einzelheiten des Unfall-Drama in einem Übersichtsbild aus der Vogelperspektive genauestens erklärt:



1 – Fahrzeug des Unfallverursacher

Der völlig zerstörte VW Passat des 29-Jährigen Unfallverursachers steht quer zur Fahrbahn. Er kam aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr und krachte dort zunächst in einen Renault und anschließend frontal in den silbernen Hyundai. Der VW wurde als Firmenfahrzeug genutzt und war bis unter das Dach voll mit schweren Werkzeugen. Dies wurde dem Fahrer zum Verhängnis, denn durch die Wucht des Aufpralls wurde der 29 Jährige aus Ubstadt-Weiher schwer eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt.

2 – Fahrzeug kracht in den Unfallverursacher

Der schwarze Kleinwagen wurde von einem 30-Jährigen aus Hambrücken gesteuert. Er krachte nach dem vorausgegangenen Crash frontal in den Unfallverursacher. Während der Fahrer mit leichteren Verletzungen davon kam, wurde der 8-Jährige Junge auf dem Rücksitz schwer eingeklemmt und verletzt.

3 – Fahrzeug des tödlichen Verunglückten

Das ist der silberne Hyundai welcher nach dem Frontalcrash mit hoher Geschwindigkeit über die Leitplanke flog und im angrenzenden Wald neben Bäumen zum stehen kam. Der 39-Jährige Fahrer aus Hambrücken überlebte den Crash nicht. Er verstarb noch an der Unfallstelle an der Schwere seiner Verletzungen. Die Bergung des schwerst eingeklemmten Unfallopfers dauerte Stunden an.

4 – Werkzeug des Unfallverursachers

Auf der ganzen Straße waren das Werkzeug und die Baumaterialien des Unfallverursachers zu finden. Die Bruchsaler Kran-Firma handelt mit Baumaschinen, vermietet Kräne, Bagger und Container.

5 – Polizisten und Zeugen

Polizisten, Sachverständige sowie Zeugen versuchen den Unfallhergang zu rekonstruieren. Auch ein Sachverständiger wurde angefordert und Aufschluss über den Massencrash zu bringen.

6 – Rettungskräfte des Rettungsdienstes

Die Rettungskräfte des Rettungsdienstes mussten insgesamt 4 zum Teil Schwerverletzte PKW-Insassen versorgen. Mit 5 Rettungswagen, mehreren Notärzten und der DRK-Bereitschaft waren sie im Einsatz im Kampf um das Überleben der Opfer.

7 – Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizeikräfte

Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei besprechen das weitere vorgehen. Der Verstorbene Fahrer musste aus seinem Wrack in der Böschung geborgen werden. Mehrere Eingeklemmte Personen hatte die Feuerwehr aus den Fahrzeugen mit hydraulischem Rettunsggerät befreien müssen.

8 – Einsatzfahrzeuge von knapp 100 Einsatkräften

An der Einsatzstelle blinkte es über mehrere hundert Meter blau. Die Einsatzfahrzeuge der knapp 100 Einsatzkräfte standen an der Unfallstelle. Zwei Rüstzüge der Feuerwehren aus Waghäusel und Graben-Neudorf waren im Einsatz. Rettungswagen, Notärzte, Einsatzleitfahrzeuge und unzählige Streifenwagen, sowie Bergefahrzeuge waren vor Ort.

9 – Licht in der Dämmerung an der Einsatzstelle

Um an der Einsatzstelle ausreichend Licht zur Verfügung zu stellen, musste die Feuerwehr mehrere Lichtmasten ausfahren und aufstellen. Die abendliche Dämmerung hatte noch während der Rettungsarbeiten eingesetzt. Der Einsatz zog sich dann bis nach Mitternacht hin.

10 – Einsatzkräfte unter hoher psychischer Belastung

Einsatzkräfte lassen die Geschehnisse nochmals Revue passieren. Im Nachgang wurde darüber entschieden ob für die Beteiligten und Einsatzkräfte ein Notfallseelsorger angefordert werden musste. Die Helden Nacht waren zum größten Teil ehrenamtliche Helfer. Sie opfern ihre Freizeit um anderen Menschen zu helfen. Was sie dabei für Leid sehen, ist oftmals nicht einfach zu verarbeiten.



Zum Hintergrund - Pressemeldung der Polizei:

Waghäusel (ots) - Tragisch endete ein Verkehrsunfall am frühen Montagabend auf der L 560 in Höhe Waghäusel. Ein 29 Jahre alter Pkw-Lenker aus Ubstadt-Weiher war auf der Landstraße in Richtung Karlsruhe unterwegs.

In einer langgezogenen Linkskurve geriet das Fahrzeug langsam und stetig auf die Gegenfahrbahn. Hier kam es zunächst zu einem seitlichen Streifvorgang mit dem entgegenkommenden Pkw eines 23-jährigen aus Philippsburg. Im weiteren Verlauf kollidierte der Pkw frontal mit einem weiteren entgegen kommenden Fahrzeug. Dieses wurde durch den Anprall über die seitliche Leitplanke geschleudert und blieb in der Böschung zwischen Bäumen liegen. Der Fahrer, ein 39 Jahre alter Mann aus Hambrücken, wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und zog sich hierbei so schwere Verletzungen zu, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Ein weiterer Pkw prallte schließlich noch seitlich in den Pkw des Unfallverursaches. In diesem Pkw wurden der 30-jährige Fahrer aus Hambrücken leicht, ein im Fahrzeug mitfahrender 8 Jahre alter Junge in seinem Kindersitz schwer verletzt. Der Unfallverursacher, der ebenfalls in seinem Fahrzeug eingeklemmt wurde und von der Feuerwehr befreit werden musste, zog sich ebenfalls schwere Verletzungen zu. Der allein in Fahrzeug befindliche Philippsburger, der von der Streifkollision betroffen war, erlitt leichte Verletzungen. Die Verletzten wurden zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Der Gesamtschaden wird auf ca. 32 500 Euro geschätzt.

Die L 560 musste von 18.00 - 00.05 Uhr zur Bergung der Fahrzeuge und zur Unfallaufnahme voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet.

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