Tragehilfe endet im Einsturz: Feuerwehr und Rettungsdienst verletzt
Treppe stürzt bei Rettungseinsatz ein - Mehrere Einsatzkräfte verletzt - Rettungskräfte im Schutt begraben
Patiententransport über Treppe - Einsturz verletzt Einsatzkräfte
Treppeneinsturz! - Rettungskräfte im Schutt begraben - Großeinsatz
Bei einem Rettungseinsatz in Oppenweiler (Rems-Murr-Kreis) ist es am Vormittag gegen 10.00 Uhr zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Während einer Tragehilfe für den Rettungsdienst stürzte in einem Einfamilienhaus der Treppenraum ein. Mehrere Einsatzkräfte wurden dabei verletzt.
Wie die Polizei mitteilte, waren Feuerwehr und Rettungsdienst ursprünglich wegen eines medizinischen Notfalls alarmiert worden. Die Ursache des Einsturzes ist bislang unklar, die Maßnahmen vor Ort dauerten zunächst an.
Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, Steffen Kolleth, schilderte den Einsatzverlauf: „Wir wurden am heutigen Vormittag zur Tragehilfe für den Rettungsdienst alarmiert. Nach der ersten Lageerkundung unter Bebauung haben wir uns entschieden, eine Drehleiter zum Personentransport nachzualarmieren.“
Im weiteren Verlauf habe sich jedoch der Gesundheitszustand des Patienten verschlechtert, sodass nach Absprache mit dem Rettungsdienst ein Transport über den Treppenraum notwendig wurde. „Beim Runtertragen des Patienten ist dann der komplette Treppenraum eingebrochen“, so Kolleth.
Infolge des Einsturzes wurden insgesamt sechs Personen verletzt, darunter eine Person schwer. Betroffen sind drei Feuerwehrangehörige und zwei Einsatzkräfte des Rettungsdienstes.
Die Einsatzlage erforderte ein Großaufgebot: „Wir waren mit rund 70 Kräften der Feuerwehr, 25 Kräften des Rettungsdienstes, acht Rettungswagen, drei Notarztfahrzeugen sowie einem Rettungshubschrauber im Einsatz“, erklärte Kolleth. Zudem waren Kräfte der Polizei und der Bereitschaft vor Ort.
Eine akute Einsturzgefahr für das gesamte Gebäude besteht nach Feuerwehrangaben nicht. „Es handelt sich um ein lokales Versagen der Gebäudetreppe, das hat mit der Gesamtstandsicherheit des Hauses nichts zu tun“, betonte der Feuerwehrkommandant.
Die verletzten Einsatzkräfte werden im Anschluss psychosozial betreut (PSNV). Die Ermittlungen zur Ursache des Einsturzes dauern an.