Rettung
· Stuttgart, Deutschland
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· 2 Min
41-Jähriger steht unter Verdacht, den Brand gelegt zu haben
Wohnung in Vollbrand - Flammen drohten überzugreifen - 1 Person springt vom Balkon - 7 Verletzte - Tatverdächtiger festgenommen
STUTTGART:Polizeibeamte haben am Montagabend (20.05.2024) einen 41 Jahre alten Mann festgenommen, der im Verdacht steht, in seiner Wohnung am Bauerweg Feuer gelegt zu haben.
Anwohner entdeckten die Flammen gegen 21.15 Uhr und riefen die Feuerwehr. Mehrere Personen erlitten mutmaßlich Rauchgasvergiftungen, eine weitere verletzte sich durch einen Sprung aus dem ersten Stock. Rettungskräfte kümmerten sich um die Verletzten und brachten sie in Krankenhäuser.
Polizeibeamte nahmen den Tatverdächtigen kurze Zeit nach der Entdeckung des Brandes an der Stadtbahnhaltestelle Wimpfener Straße fest. Der 41-Jährige mit deutscher Staatsangehörigkeit wird im Laufe des Dienstags (21.05.2024) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einem Haftrichter vorgeführt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (pol)
Pressemeldung der Feuerwehr:
- Eine Person von Balkon gesprungen
- Wohnungsbrand greift auf restliches Gebäude über
Zahlreiche Personen wählten gegen 21:20 Uhr den Notruf und berichteten von einer brennenden Wohnung mit Flammenüberschlag und verrauchtem Treppenraum. Es handelte sich um ein Mehrfamilienhaus im Bauerweg in Stuttgart-Zuffenhausen. Während sich die Einsatzkräfte auf der Anfahrt befanden, riefen immer mehr Personen über Notruf um Hilfe, da sie mit ihren Kindern in verrauchten Wohnungen eingeschlossen waren.
Bei Eintreffen der Feuerwehr stand eine Wohnung in Vollbrand. Die Flammen hatten bereits auf eine darüber liegende Wohnung übergegriffen und die Wohnungstüre war durchgebrannt. Eine Person war aufgrund von Hitze und Rauch vom Balkon gesprungen und lag verletzt vor dem Mehrfamilienhaus. Die ersten Einsatzkräfte der Feuerwache 4 und der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart - Abteilung Stammheim, bekämpften den Brand und brachten sieben Personen in Sicherheit. Davon wurde eine Person mit einer Brandfluchthaube über das verrauchte Treppenhaus gerettet.
Da weitere Personen kurz davor waren, aus den oberen Geschossen zu springen, stellte die Feuerwehr einen Sprungretter vor dem Gebäude auf. Dieser musste aber glücklicherweise nicht genutzt werden. Rund 25 Minuten nach der Alarmierung, konnte der Brand gelöscht werden. Es folgten umfangreiche Nachlöscharbeiten. Die Feuerwehr belüftete das Gebäude mit mehreren maschinellen Lüftungsgeräten. Messspezialisten der Feuerwehr führten Luftmessungen im Gebäude durch.
Alle sechs Wohnungen sind aktuell nicht mehr bewohnbar. Die betroffenen Personen werden von Verwandten und Bekannten aufgenommen. An der Einsatzstelle waren mehrere Einsatzkräfte der psychosozialen Notfallversorgung im Einsatz und leisteten den Betroffenen Beistand. Die letzten Einsatzkräfte konnten gegen 01:30 Uhr abrücken. Die Feuerwehr kontrolliert die Brandstelle im weiteren Verlauf der Nacht erneut auf Glutnester. (fw s)