Wohnwagen zerschellte an Anpralldämpfer - Fahrer zu weit nach rechts auf den Pannenstreifen gefahren
Bei der Betriebsumkehr in Grödig
Mit einem spektakulären Unfall endete die Urlaubsreise eines Ehepaares auf der Tauernautobahn.
Das Wohnagengespann war auf der Tauernautobahn von Villach kommend in Richtung Wien unterwegs, als es zum Unfall kam.
Wahrscheinlich, um die Rettungsgasse zu bilden, fuhr das Gespann bei sehr starkem Verkehr und Rückstau, der sich seit zwei Jahren in Höhe der Überkopf-Verkehrsbeeinflussungsanlage Salzburg Süd gebildet hatte, rechts auf dem Pannenstreifen.
Offensichtlich unterschätzte der Fahrer jedoch die Breite seines Wohnwagenanhängers und rammte mit dem rechten Eck des Wohnwagens den Anpralldämpfer der Leitschiene. Genau Höhe der Betriebsumkehre Grödig, also nach Salzburg Süd in Fahrtrichtung Norden, hatte dieser Unfall fatale Folgen. Der Wohnwagen wurde regelrecht zerfetzt, er zerschellte am Anpralldämpfer, sodass der Aufbau vom Fahrgestell gerissen wurde.
Glücklicherweise wurde bei dem Unfall niemand verletzt, der Sachschaden ist jedoch enorm. Der neuwertige Wohnwagen im Wert von rund 40.000 € erlitt einen Totalschaden, die mitgeführten E-Bikes wurden ebenso schwer beschädigt. Auch die Leitschiene und der Anpralldämpfer wurden erheblich beschädigt.
Wegen des Unfalls musste der erste Fahrstreifen der Tauernautobahn in Richtung Norden gesperrt werden, der Verkehr floss nur über den zweiten Fahrstreifen vorbei. Das hatte zur Folge, dass sich ein sieben Kilometer langer Rückstau bildete, der bis über Puch Urstein rückstaute.
Ein Zeitverlust von über einer Stunde meldeten die Verkehrsinfos.
Die Trafelmanger und die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Liefering mussten den völlig zerstörten Wohnwagen mit Hilfe eines Baggerkranes bergen und aufräumen.
Das Zugfahrzeug des Urlauberpaares musste abgeschleppt werden.
Die Autobahnpolizei Anif hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.